Das war das Jahr 2000

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22. Dezember 2000
Weihnachten & Neujahr
Ich wünsche allen Lesern dieser Seiten, meinen Sponsoren und Unterstützern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein besonders erfolgreiches Jahr 2001!

14. Dezember 2000
SR2 Test in Italien
Endlich wieder in einem Rennwagen sitzen! Morgen werde ich einen SR2 der heurigen Saison des Sportscar World Cup testen!

16. November 2000
Das nächste Ziel
Ganz nach meinem Motto, mir drei Jahre Zeit zu geben, um zu sehen, wohin mich mein Engagement im Motorsport (nicht Kartsport) bringt, zeichnet sich nun der nächste Schritt für die Saison 2001 ab. Geplant ist der Einstieg in den FIA Sportscar World Championship (bisher Sports Car World Cup – www.sportsracing-world-cup.com) und die ersten positiven Anzeichen lassen dieses Ziel durchaus realistisch erscheinen. Mehr darüber in Bälde.

26. Oktober 2000
Dankeschön!
Vielen Dank für alle Reaktionen und Glückwünsche (ob im Gästebuch oder per E-Mail). Es war eine sehr schöne und lehrreiche Saison für mich und gerade das letzte Wochenende war ein ganz besonderes. Nun werden Pläne für die nächste Saison geschmiedet und sollte das angestrebte Ziel wahr werden, dann ist das eine absolute Sensation! Mehr darüber in relativer Kürze. 😉

21. Oktober 2000
Finale in Hockenheim
Alle Trainings- und Rennläufe an einem Tag (Samstag). Wir waren trotzdem schon am Freitag hier und nutzten die Zeit, den für dieses Rennwochenende angemieteten Rennwagen noch besser vorzubereiten. Ziel war es ja, soviel wie möglich aus dem untermotorisierten Auto herauszuholen – so hat sich die Mannschaft von Sepp Renauer extrem ins Zeug gelegt und mir einen besonders harten Boliden geschaffen. Weiters in unserem Team, Vici Schneider, die mit meinem Ex-Boliden antrat. Witziger Handy-Horoskop-Ratschlag von Ö3: „Ein herrlicher Tag um herumzusausen und Spass zu haben!“ Nun das wollte ich gleich umsetzen! 😉

Training: Die zwei Trainingsläufe, die auch gleich zwei Qualifkationsläufe waren, verliefen nicht so gut. Grobe Bremsprobleme (der Druckpunkt der Bremse variierte) und das dadurch fehlende Vertrauen in die Bremskraft, sowie die schlechte Motorleistung bescherrten mir nur Platz 7 in der Startaufstellung, einen Platz hinter Victoria Schneider und 2,5 Sekunden hinter der Spitze.

Das Rennen: Der 12. Lauf der Saison. Das letzte Rennen. Das Finale! Ich bin zwei Punkte vor Baumann – ich müsste also „nur“ hinter ihm durchs Ziel fahren. Eine Ausgangsposition, die nach dem Trainingsergebnis fast unmöglich zu erreichen scheint. Erstmals wird das Rennen durch einen fliegenden Indy-Start begonnen. Mein Glück, denn mit dieser neuen Situation kommen nicht alle zurecht, ich kann gleich auf der Start/Ziel-Geraden vier Plätze gut machen, beinahe überhole ich auch Baumann, stecke aber zurück, denn auf faire Art und Weise wäre das Überholmanöver nicht gelungen. Es folgen turbulente Runden, Baumann setzt sich von mir ab, Payer überholt mich und später auch Baumann. Hinter mir pickt ein Deutscher aus einem spanischen Team, der jedes Jahr nur an ein bis zwei Rennen teilnimmt. Durch die vielen Kurven ist aber ein Überholen relativ schwer, ich bremse zudem sehr spät und kann ihn hinter mir halten. Grütter ist von Anfang an in Führung, wird von Payer angegriffen, Payer touchiert im Zweikampf die Betonwand und fährt sicherheitshalber in die Box. Auf einmal komme ich Baumann wieder näher, bin nur mehr 100 m hinter ihm, er kann die Distanz aber ungefähr halten, ich kämpfe immer wieder mit Mitländer, dem Deutschen Spanier, der nichts unversucht lässt mich zu überholen. In Runde 18 (von 20) passierts dann: Mittländer deutet in der Sachs-Kurve ein Ausbremsmanöver an, ich bremse noch später – zu spät – kann das Auto zwar auf der Strecke halten, aber innen bleibt zuviel Platz, Mitländer sticht durch und geht an mir vorbei. Ein Gegenangriff ist zwecklos, sein Motor verschafft ihm zuviel Abstand. Baumann ist für ihn zuweit weg, leider. Der Titel ist dahin.

Das Ergebnis: Grütter gewinnt vor Baumann, Mitländer und mir. Vici Schneider wird siebente. Das bedeutet mit Baumann Punktegleichheit in der Gesamtwertung. Baumann hat jedoch mehr Siege und ist somit Titelgewinner der Division 2.

Ein kleines Trostpflaster sind die schnellsten Rundenzeiten im Rennen:  Payer (A) 1:07:91, Grütter (CH) 1:08:29, Baumann (D) 1:08:49, Mitländer (E) 1:08:54, Tandl (A) 1:08:99 und ich mit 1:08:72. Die Zeiten im Training waren bei den anderen meist schneller (zB Payer mit 1:06:46).

19. Oktober 2000
Auf zum Finale!
Heute geht die Reise los! Am 21. Oktober finden zwei Trainingseinheiten am kleinen Kurs des Hockenheimringes statt. Start des Rennens ist um ca. 14 Uhr.

Fahren werde ich mit einem PRC Opel aus der Steiermark, mit dem bislang nur Bergrennen gefahren wurden. Leider hat dieser ein ziemliches Leistungsmanko (ca. 50 PS weniger als Baumann), also gilt es alles aus den Kurven rauszuholen! Betreut werde ich diesmal wieder vom Renauer Motorsport Team und hiermit möchte ich betonen, dass der zwischenzeitliche Teamwechsel nicht aus Twistigkeiten mit Sepp Renauer entstand (weil das manche anscheinend so verstanden hatten), sondern rein sportliche Gründe (Motorleistung) hatte.

Weiters großen Dank meinen neuen Sponsoren:
Raiffeisenbank Pielachtal, Obergrafendorf sowie das
neueröffnete Nostalgie Tanz-Café MANFREDO in Obergrafendorf.

06. Oktober 2000
Zwischenbilanz
11 von 12 Rennen sind gefahren und ich bin 2 Punkte in Führung. Seit dem letzten Rennen bin ich nun sicherer Zweiter. Nachdem ich aber nun schon seit dem 4. Rennen in der Divisionswertung führe, ist mein Ziel eindeutig der Titel. Dies zu erreichen, ist gar nicht so einfach. Erstens habe ich noch kein Auto (es gibt aber mehrere Varianten), und zweitens ist es natürlich ein weiterer finanzieller Aufwand.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch für die kurzfristig eingesprungenen Sponsoren (Trockenbau Kotzmann aus Herzogenburg, Ralph Lang Moden in Melk, K-Sport aus St. Pölten, Neoclean aus Wien und grafik.at) herzlich bedanken!

Eigentlich wollte ich heuer nur ein, zwei Rennen fahren. Nur hat gleich von Beginn an, alles bestens geklappt, so musste ich mich von Rennen zu Rennen hanteln und vor allem finanzieren. Das nächste Jahr sollte wesentlich besser geplant sein und in genau diesen Planungen stecke ich gerade. Näheres werde ich in absehbarer Zeit verkünden.

Grundsätzlich bin ich aber mit diesem Jahr hoch zufrieden, konnte zeigen, dass ich wirklich mit Autos umgehen kann und seit meinem Test eines Division 1 Boliden weiß ich, dass es auch noch schneller gehen darf und kann. Weiters sehe ich nun, worin meine Stärken und meine Schwächen liegen. Vor allem kenne ich jetzt schon ein paar nette Rennstrecken und habe einfach einiges an Erfahrung „gewonnen“!

Ich freue mich auf ein sportlich hoffentlich hochwertiges Finale in Hockenheim.

01. Oktober 2000
A1 Ring, 11. Rennen der SCC 2000
Regen! 15 Minuten vor unserem Start kommt der erhoffte Regen! Der Start verläuft turbulent, ich komme wieder schnell weg. Grütter wird zwischen zwei Div. 1 Autos eingeklemmt, alle überstehen aber die erste Runde. Grütter dreht sich, ich gehe in Führung der Division 2. Payer dreht sich, wie schon im Training, ins Kiesbett – für ihn das Aus. In den ersten Runden setze ich mich gut ab, habe bis zu 7 Sekunden Vorsprung auf Baumann. Der Regen wird immer stärker, mein Auto schwimmt oft auf, die Regenreifen sind leider für viel Wasser gar nicht optimal, Baumann kann mit seinen Reifen (andere Marke) schnellere Zeiten fahren. In Runde 7 überholt er mich auf dem Weg zur Remus-Kurve, hier kann er seine Kraft des neuen Motors voll ausspielen. Ich kann auch nicht mehr kontern, bin froh als Zweiter die Ziellinie zu queren. Dritter wird Zajelsnik (D) vor Foresti (CH), Schneider (A), Deflorian (A), Tandl (A) und Grütter (CH), der (Grütter) auch die schnellste Rennrunde verzeichnen konnte – ich übrigens die Zweitschnellste.

Für die Gesamtwertung bedeutet das, dass ich mit 2 Punkten Vorsprung die Division 2 anführe, allerdings unbedingt in Hockenheim an den Start muss. Dort genügt mir jedoch ein Platz hinter Baumann für den Gesamtsieg. Für dieses Rennen wird übrigens dringend ein Sponsor gesucht! 😉

01. Oktober 2000
A1 Ring, Qualifying zum 11. Rennen
Regennasse Fahrbahn. Viele drehen sich, meine Zeiten sind von Anfang an sehr gut. In Pole Position der Division 2 liegend steuere ich die Box an, Baumann legt ein Schäuferl nach und liegt vor mir. Die Strecke wird langsam trockener, aber noch lange nicht trocken – ich gehe noch mal raus – bin wieder vor Baumann, nur Charlie Grütter (CH), bereits auf Slicks, unterbietet noch meine Zeit von 2:05,153. Hinter mir Baumann (D), Zajelsnik (D) und Tandl (A). Victoria Schneider (A) belegt, wie schon gestern, den sechsten Startplatz. Mein Hoffnung ist nun ein bisschen Regen im Rennen, dass nun doch erst um 13.00 Uhr gestartet werden wird.

30. September 2000
A1 Ring, 10. Rennen der SCC 2000
Platz 8 in der Startaufstellung. Der Start verläuft recht gut, Victoria Schneider (A), die direkt vor mir steht, kommt nicht gut weg und noch irgendeinen aus der Division 2 überhole ich beim Start. Nach der zweiten Kurve kollidiert Grütter (CH), der den zweiten Platz inne hatte, mit Krisam aus der Division 3 und fällt aus. Tandl (A) und Foresti (CH) positionieren sich direkt vor mir – ich komme nur vor den Kurven ein wenig näher, beim Beschleunigen falle ich wenigstens nicht sehr weit zurück, Vici Schneider kommt aber immer näher. Entzwischen fällt auch Zajelsnik (D), der erstmals die Pole Position hatte aus. Ich versuche noch schneller aus den Kurven rauszukommen um Tandl vielleicht beim Anbremsen der nächsten Kurve ausbremsen zu können, komme aber in der Remus-Kurve mit den Aussenrädern auf die Wiese, fabriziere so einen unnötigen Dreher, Schneider zieht an mir vorbei. Mit 15 Sekunden Rückstand starte ich die Aufholjagd. Tandl attackiert Foresti, die beiden touchieren sich, Tandl dreht sich, ich komme noch vorbei. Langsam steigt wieder mein Vertrauen in meine Bremsanlage, die Bremsbalance ist gefunden. Payer (A), der lange Zeit führte, bleibt das Gas hängen, produziert nebenbei noch einen sogenannten Bremsplatten und fällt immer weiter zurück. Foresti komme ich immer näher, aber zum Überholen reicht es lange nicht. Nach der letzten Kurve überhole ich noch Payer, der genau 3 Zehntel nach mir die Ziellinie quert. Der Sieg geht an Ralph Baumann (D), Victroria Schneider wird tolle Zweite, Foresti Dritter und ich Vierter. Im Gesamtklassement kommt mir Baumann somit 3 Punkte näher und ich behalte die Führung in der Divisionswertung. Für morgen ist Regen angesagt. Achtung, der Zeitplan wurde geändert: Das Rennen der SCC 2000 startet schon um 12:15 Uhr.

30. September 2000
A1 Ring, Qualifying zum 10. Rennen
Ein Dreher in Runde 5 – Kiesbett – aus. Aus deswegen, weil die Hinterräder durchdrehten und der Abschleppwagen dein Auto nicht mehr zur Strecke zurückbringen darf – eh halbwegs logisch. Warum hats mich das allererste Mal auf einer Rennstrecke rausgedreht? Weil ich mit der Bremse zu kämpfen hatte. Gestern war noch Luft im Bremskreis der Hinterachse und heute konnte man die Bremskraft (hinten/vorne) nicht richtig verteilen – die Vorderräder blockierten immer zuerst. Das Auto fängt bei halbwegs heftigen Bremsmanövern an zu schlingern und das war bei der Gösser Kurve zuviel, du musst von der Bremse und dafür war aber meine Geschwindigkeit zu hoch, also musst du doch mehr oder weniger auf der Bremse bleiben und das Auto dreht sich zwangsläufig ein. Jetzt gibts viel Arbeit für die Mechaniker. Für die Startaufstellung macht das natürlich kein gutes Bild. Allerdings habe ich noch mit anderen „Sacherln“ zu kämpfen. Zum Beispiel hat das Auto wesentlich (~40 PS) weniger Kraft, als die Boliden von Baumann und Payr. Da mein Budget schon schwerst überlastet ist, gibts auch keine neuen Reifen. Somit schaut es gar nicht gut aus für meine Gesamtführung, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend – mein neues Motto 😉

29. September 2000
A1 Ring, Training
Diverse orgnaisatorische Anstrengungen und Verhandlungen (Auto) verhinderten die Teilnahme an drei der vier Trainingseinheiten. Der vierte Trainingslauf war relativ kurz und von der Rennleitung unterbrochen, weiters gab es Probleme mit der hinteren Bremse. Die ersten Eindrücke vom A1 Ring – hm – ganz witzig.

26. September 2000
A1 Ring und Zeitplan
Das Rennen am A1 Ring rückt immer näher und vielleicht fällt auch schon die Vorentscheidung in der Division 2 um den Gesamtsieg. Mein Auto stammt diesmal von der ungarischen Rennwagenschmiede Schroff, also jener Bolide, mit dem zuletzt der Ungar Andras Bakos unterwegs war. Bei Renauer fährt (in meinem alten Auto) Viktoria Schneider (A), die einzige und ich glaube erste Frau in dieser Serie. Auch Wolfgang Payr (A) wird wieder mitmischen und mit seinem Top-Auto wohl schwer zu schlagen sein. Ralph Baumann (D) kämpft auch wieder mit, hoffentlich mit einem technisch zuverlässigeren Auto als zuletzt in Brünn.

Der Zeitplan vom A1 Ring:
Freitag, den 29. September 2000
Trainingsläufe ab 09.00 Uhr
Samstag, den 30. September 2000
Qualifying: 09.20 – 09.50 Uhr
10. Rennen der SCC 2000: 16.00 – 16.45 Uhr
Sonntag, den 01. Oktober 2000
Qualifying: 08.15 – 08.45 Uhr
11. Rennen der SCC 2000: 12.45 – 13.20 Uhr
23. September 2000
Absage von IKC
Enttäuschend. Die Inter-Kart-Cup Geschäftsleitung hält nicht, was sie in der Ausschreibung laut versprochen hatte. Förderung des Besten Winfield-Kurs-Gewinners (das war ich), wenn möglich bis ins Finale. So fahr ich nun nicht nach Frankreich, auch wenn ich sehr gute Chancen gehabt hätte (laut Jacques Alder), ins begehrte Winfield World Finale zu kommen. Momentan muss ich mein Geld für das SCC-Finale sparen. Sehr schade.

19. September 2000
Tolles Ergebnis in Brünn
Der Test eines Division 1 Boliden (von Pedrazza Motorsport) war ein voller Erfolg! Bereits nach wenigen Runden fuhr ich eine Zeit von ~2:03:50 (nicht alle Runden gezeitet), die, wenn man diese auf das letzte Sports Car Challenge Rennen in Brünn umlegt, für den 3. Platz in der Startaufstellung genügt hätte! [Foto vom PRC BMW]

16. September 2000
Division 1 Test in Brünn
Nächsten Dienstag teste ich einen PRC BMW (~370 PS) auf der Brünner Rennstrecke! Bin schon sehr gespannt, wie mir dieser ‚Kraftlackel‘ gefallen wird. Dieses Auto wird in der Division 1 der SCC 2000 eingesetzt.

07. September 2000
24-Stunden Event in Wien
Es lief für uns zwar nicht so gut (nur Platz 20.), aber lustig wars allemal. Einen schönen Bericht und tolle Fotos von diesem Event gibts auf www.kartsport.at zu sehen.

29. August 2000
XL startet beim 24-Stunden Event in Wien
Gemeinsam mit dem V-max Team starte ich beim Wiener Kart Marathon, dem Kart Event des Jahres! 24-Stunden Rennen sind eine ganz eigene schöne Welt des Motorsports. Hier kommt es besonders auf schonende und schnelle, gleichmässige Runden an. Eine willkommene Abwechslung! Das V-max Team ist einer der großen Favoriten auf den Sieg.

06. August 2000
Qualifying und 9. Rennen der SCC 2000
Qualifying: Regen. Die Stecke steht unter Wasser. Mein Auto zeigt mir schon in der ersten Runde, dass ich keinen Sprit mehr habe – was leider unmöglich ist, weil wir grad getankt hatten. Nach drei Runden wars dann vorbei, nichts ging mehr. Elektronischer Defekt aufgrund zuvielem Wassers, vermutlich. Für die Startaufstellung bedeutet das den schlechten 12. Startplatz, Baumann liegt auf Platz 6 und somit auf der Pole Position der Division 2.

9. Rennen der SCC 2000: Grundsätzlich wurde das Problem mit der Elektronik behoben, doch als ich zur Einführungsrunde starten wollte blieb mein Triebwerk stumm. Somit blieb ich dem 9. Rennen fern. Auch Baumann (D) kam aus der ersten Runde, wegen Elektronik-Problemen nicht zurück, so gewann Grütter (CH) vor Bakos (H) und Tandl (A).

05. August 2000
Qualifying und 8. Rennen der SCC 2000
Qualifying: Leider haben wir noch was an unserer guten Einstellung „verbessert“, ausserdem hab ich einen etwas aggressiveren Fahrstil ausprobiert – mit dem Ergebnis langsamer gewesen zu sein. Hier, auf der Brünner Rennstrecke, wirken sich Kleinigkeiten sofort in Sekunden aus. Für den Start bedeutet das nur Platz 3, hinter Grütter und Baumann. Im Rennen werden wir wieder die alte Einstellung fahren und so müsste ich eigentlich bald nach vorne kommen.

8. Rennen der SCC 2000: Der Start war witzig, weil der Startmann (der, der den Start freigibt) sich nicht an die Spielregeln hielt, die er kurz zuvor bei der Fahrerbesprechung festgelegt hatte. Da hat er nämlich gesagt, dass nach 5 – 7 Sekunden das Rotlicht ausgeht (was den Start eben freigibt), in Wirlklichkeit waren es keine 3 Sekunden, womit er das gesamte Starterfeld überraschte. So spielten sich über die gesamte erste Runde gewagte Überholmanöver ab und einige Ausrutscher mit Drehern lichteten schnell das Feld.

Baumann konnte ich in der zweiten Runde ausbremsen, Grütter verschlief den Start und verschaltete sich obendrein. Der Abstand zu Baumann war bald auf 4 Sekunden Abstand, dann ein Fahrfehler meinerseits (ich kam zu schnell in die Kurve und musste das Tempo sehr stark reduzieren), war er wieder direkt hinter mir. Nach weiteren zwei Runden, mit wieder etwas Abstand musste er sein Auto allerdings an der Box abstellen – ein Elektronikproblem, das ihn auch schon in Hockenheim plagte, zwang ihn zur vorzeitigen Aufgabe. Grütter (CH) ging ca. 30 Sekunden hinter mir ins Ziel, knapp vor dem Ungarn Bakos Andras.
In der Gesamtwertung führe ich nun wieder alleine, 6 Punkte vor Baumann.
04. August 2000   Freies Training in Brünn!
Freies Training: Die ersten Eindrücke des neuen Autos sind schon sehr angenehm. Die ganze Pedallerie ist ein wenig leichter zu bedienen, die Lenkkräfte wesentlich geringer und vor allem der Motor ist wesentlich giftiger.

Die Brünner Rennstrecke ist eine äußerst feine, denn da gibt’s sehr viele flotte Kurven, die Durchschnittsgeschwindigkeit ist über 150 km/h und das trotz weniger Geraden für den 5. Gang. Das Wetter hält sich momentan noch bedeckt, hin und wieder fallen ein paar Tropfen, ohne die Strecke nass zu machen.

Beim freien Training ist es ziemlich schwer, den Überblick über seine Gegner zu behalten, denn hier wird keine Zeit vom Veranstalter gestoppt. Wenn wir aber richtig aufgepasst haben, dann liege ich momentan mit über einer Sekunde Vorsprung auf den Zweiten in Führung.

Grütter, Zajelsnik sind die Verfolger, Ralph Baumann sucht noch Sekunden in der Abstimmung seines Boliden. Payr fehlt auch diesmal, wäre sicher auch ein interessanter Vergleich geworden.
Die World Sports Car Serie startet hier auch dieses Wochenende – vorhin ist einer vorbeigekommen und hat gefragt, ob nicht wer mitfahren will (es werden ja 2-3 Fahrer pro Team benötigt) – hätte auch nicht mehr als DM 16.000,- gekostet 😉
03. August 2000   Neues Auto für Brünn!
Im Einvernehmen mit Sepp Renauer wechsle ich in Brünn das Team und somit auch das Auto. Walter Pedrazza stellt mir einen PRC Opel der neuesten Generation zur Verfügung!

01. August 2000
Sponsor gefunden!
Mit großer Freude kann ich die Fa. Camillo Krejci Polymertechnik GmbH, mit Sitz in Getzersdorf/NÖ, als neuen Sponsor begrüßen!

20. Juli 2000
Sponsor gesucht!
Ich suche nun noch ganz dringend einen Sponsor (auch mehrere), um die letzten 5 Rennen finanzieren zu können! Interessenten bitte melden!!! Meine Chancen, die Division 2 zu gewinnen sind besser denn je!!

19. Juli 2000
Velden war toll!
Das Veldener Rennen war ziemlich heftig (sehr harte Fahrweise) und sehr g’spassig! Mit dem Casino Team wurde ich 9. – hätte es einen Vorfall nicht gegeben, wo wir 7 Runden verloren, wären wir sogar 3. geworden. 😉

15. Juli 2000
Gsell beim Promi-Kart-Rennen in Velden
Überraschend wurde ich noch für das Casino Team bei der grossen A-Online Speed Trophy (Prominenten-Kart-Rennen von Hannes Jaggerhofer) nachgenannt! So konnte ich auch als „Ersatzfahrer“ das Qualifying bestreiten und den 4. Platz belegen. 3 Zehntel hinter mir, am 5. Platz, Karl Baron, Österreichs bekanntester Ferrarifahrer. Das 5-Stunden Rennen startet heute um 17 Uhr.

09. Juli 2000
Pech für Baumann
Keine Punkte für Ralph Baumann, der wegen fehlenden Benzindrucks das Ziel in Hockenheim nicht sah. Somit ändert sich nichts an der Spitze der Division 2!

06. Juli 2000
Saalfelden statt Hockenheim
Nun ist es definitiv so, dass ich nicht nach Hockenheim fahre. Statt dessen werde ich mit meinem V-max Team beim 24-Stunden Kart Rennen in Saalfelden/Salzburg (im Rahmen der österreichischen Kart-Team-Staatsmeisterschaft) antreten. Somit wird wohl Ralph Baumann die alleinige Divisionsführung übernehmen.

04. Juli 2000
Die Sterne meinen es gut mit mir
Österreichs Top-Astrologin, Gerda Rogers, hat mir per Radio Ö3 auf meine Frage, ob ich es als Rennfahrer ganz hinauf schaffen werde (was immer das auch heissen mag) attestiert: „Ja, der ist wirklich schnell. Aber es wird wohl noch 2 bis 3 Jahre dauern.“  Na wenn das keine guten Vorzeichen sind! 😉

30. Juni 2000
Baumann nun mit neuem Motor
Mein grösster Konkurrent um die Divisionsführung, Ralph Baumann, baut gerade den stärkeren Motor (+40 PS, den gleichen den Wolgang Payr einsetzt) in seinen Boliden ein.

28. Juni 2000
Hockenheim naht
Der 7. Lauf der Saison findet schon in 10 Tagen statt. Um nicht wieder eine Verwirrung wie vor dem Dijon-Rennen auszulösen, schreibe ich nicht definitiv, dass ich nicht teilnehme, allerdings sieht die finanzielle Lage derweilen KEINE Teilnahme vor. Nachdem dort auch nur ein einzelnes Rennen stattfindet (keine Doppelveranstaltung), könnte ich dieses Rennen auch als Streichresultat werten. Schade allerdings, weil hier Payr sicher nicht antritt und Baumann vielleicht noch nicht den neuen Motor (den gleichen wie Payr) einsetzen kann. So wären wieder einmal absolute Siegchancen gegeben, vor allem auch, weil die Strecke sehr fahrerbetont ist, was mir anscheinend besonders liegt 😉

25. Juni 2000
6. Rennen der SCC 2000 in Dijon
Das Rennen: Ein 4. Platz im Qualifying hinter Ralph Baumann, der 0,01 Sekunden schneller war, bringt mich in eine etwas schlechtere Startposition. Pole hatte diesmal Payr vor Grütter. Der Start verläuft äußerst turbulent, Baumann hechtet weit über die Curbs am Vordermann vorbei, Steine fliegen, Rauch kommt aus irgendeinem Auto vor mir, Gummiteile werden mir aufs Visier geschleudert (die Strecke in Dijon ist abseits der Ideallinie extrem dreckig), ich warte ein wenig, wollte nicht zuviel riskieren. Baumann positioniert sich vor Payr und Grütter, wird aber von beiden auf der langen und bergauf gehenden Start/Ziel Geraden überholt. Ich selbst werde von Schaffo (CH) (auf einem stärkeren Alfa) überholt, der mich dann im kurvigen Teil eine Runde lang blockiert, bevor ich ihn ausbremsen und mich dann entgültig absetzen kann. Grütter verglüht der Motor und Baumann ist ca. 5 Sekunden vor mir, ich kann ihm nicht mehr gefährlich werden.
Endstand: 1. Payr (A), 2. Baumann (D), 3. Gsell (A), …
Baumann hat nun in der Gesamtwertung aufgeschlossen, gemeinsam führen wir nun die Divisonswertung mit je 25 Punkten vor Payr mit 20 Punkten.

24. Juni 2000
5. Rennen der SCC 2000 in Dijon
Das Rennen: Wir (Baumann, ich und Seibold aus der Div. 1) starten aus der Box. Meine ersten Runden – ich möchte versuchen, mich an Baumann anzuhalten. Beim Schalten auf den 3. Gang merke ich, dass der viel zu hoch übersetzt ist, der 4. Gang wiederum ist zu kurz. Renato Deflorian (A) fällt gleich in der ersten Runde aus (irgendein Defekt) und der Payr Wolfgang (A) dreht sich in der 5. Runde in den Sand. Charlie Grütter (CH) gewinnt die Wertung der zweiten Division, vor Kurt Iseli (CH) und Ralph Baumann (D), der den 4. Gang immer halten musste, weil er sonst rausgesprungen wäre. Mit 1,1 Sek. Rückstand auf Baumann (zwischendurch waren es schon ca. 4 Sek.) gelingt mir noch der 4. Platz, hatte aber wiederum ein bissl Pech, da ich Baumann schon sehr nahe gekommen war, als uns gleich 5 „Erstdivisionäre“ gleichzeitig überholten – so konnte er wieder etwas „entfliehen“ ;-). Grundsätzlich bin ich zufrieden, da ich erstens noch meine Gesamtführung habe und zweitens den Abstand zu Wolfgang Payr (A), der diesmal keine Punkte bekommen dürfte (weniger als 50% der Renndistanz), ausbauen konnte und für das morgige Rennen sind alle Karten offen.
In der Division 1 gewinnt Marcel Steiner (CH) vor Emanuel Pedrazza (A), sowie Fuchs Walter (D).
Soviel von meinem ersten Renn-Training – morgen gehts dann weiter, natürlich mit korrigiertem Getriebe, das mein Mechaniker Paul gerade neu durchmischt. :-).

24. Juni 2000
Licht am Horizont
2 Stunden vor dem 5. Rennen der SCC 2000: Nachdem wir heute ein passendes Zündmodul in Dijon auftreiben konnten (nochmals vielen Dank an Karl-Heinz Maurer, ohne dessen Französisch-Kenntnisse und Hilfsbereitschaft nichts mehr gegangen wäre), konnten wir erstmals unseren Motor mit 4 Zylindern hören. Nach einem kleinen Check von Martin Bäuerle (Mechaniker von Pedrazza, auch ihm vielen Dank!), durften wir auch Befürchtungen eines Kopfdichtungsschaden beseitigen. Der Motor rennt jetzt „wie ein Glöckerl“, vielleicht besser als je zuvor? Das wird sich im Rennen klären. Ein kleines Handicap bleibt mir aber – ich fahre mit gebrauchten Slicks, das fordert leider mein Sparbudget. Ralph Baumann hatte im Qualifying einen Bruch des hinteren Querlenkers und muss somit, gemeinsam mit mir, aus der Box starten. Ganz vorne steht wieder einmal Wolfgang Payr, der aber wieder mit 40 PS mehr unterwegs ist. Seine Spitzengeschwindigkeit beträgt nach der Start/Ziel 251 km/h, die von Pedrazza jun. (Division 1 mit fast 400 PS) 265 km/h. Ich werde ungefähr 230 km/h erreichen.

23. Juni 2000
Kein freies Training
Ein extrem anstrengender Tag. Über Nacht die 13-stündige Anfahrt, erst zu mittag angekommen. Dann grosse Probleme mit der Zündung, die sich schon einige Tage zuvor am Pannonia-Ring angekündigt haben. Eine neue Zündspule hilft nichts, ein Zündmodul ist defekt und nicht aufzutreiben. Tolle Hilfe von Karl-Heinz Maurer, der eigentlich ein Betreuer von Ralph Baumann ist. Kurt Iseli borgt ein ähnliches Zündmodul, aber leider ist dieses von einem 6-Zylinder – funkt nicht. Die grosse Motorsportgemeinde will helfen, aber nichts hilft. Somit war auch kein freies Training für mich möglich. Morgen versuchen wir noch den passenden Teil aufzutreiben, notfalls muss ich vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen, ohne auch nur eine einzige Runde in Dijon gefahren zu sein. Hoffentlich klappts wenigstens überhaupt!

22. Juni 2000
Dijon, ich komme DOCH!
Hihi, das ist ein durcheinander da – nun bin ich gerade auf der Westautobahn, Richtung Frankreich unterwegs. Nachdem in Dijon so viele Fahrer gemeldet sind, würde ich zuviele Punkte verlieren. Nun versuche ich in mit einem Sparpaket über die Runden zu kommen um meine Titelchancen zu wahren. Die Berichterstattung wird diesmal ein bisschen langsamer sein, aber trotzdem täglich aktuell – aber nicht stündlich!

21. Juni 2000
Dijon, ich komme NICHT!
Weil ein Sponsor in letzter Sekunde sein 100%iges Versprechen nun doch nicht einlöst, fahre ich nicht nach Dijon. 🙁

20. Juni 2000
Dijon, ich komme, die Zweite!
Vielen Dank der St. Pöltner Firma Wohlmeyer Bau, die mir ein Zug-Fahrzeug für meinen Rennwagen-Anhänger zur Verfügung stellt!

Heute wollte ich noch ein paar Testrunden am Pannoniaring/Ungarn drehen, die leider wegen einer kaputten Zündspule abgesagt werden mussten. In Wirklichkeit ist das aber ein Mordsglück, weil wenn die Zündspule erst in Frankreich abgebrannt wäre, dann … na gar nicht dran denken! 😉

16. Juni 2000
Dijon, ich komme!
Ich freue mich, einen neuen Sponsor bekannt geben zu dürfen! Vielen Dank der Sponsorfirma (nachträglich geändert, Anmerk. d. Red.), die nun auch auf meine Fähigkeiten vertraut. Grossen Dank auch der Fa. Remus, sowie der Fa. PGV Computer, die mich ebenfalls in Dijon unterstützen!

13. Juni 2000
Zurück aus Frankreich
Eine spannende Sache, sich der Kritik von Profis aus der Winfield Racing School zu stellen. Hier wird man von (renn-)erfahrenen Instruktoren beobachtet, die schon eine Menge guter Leute gesehen haben.
Ich bin unheimlich glücklich so tolle Dinge wie „es ist eine Freude dir zuzusehen“, „es wäre schade, wenn so ein Talent nicht genutzt werden würde“ oder auch einfach „très bien (sehr gut)“ zu hören.
Empfohlen wurde mir auch die Teilnahme zur Qualifikation der Winfield World Challenge, wo man, sofern man sich dazu qualifiziert, gegen Leute aus der ganzen Welt antritt.
Wieder witzig treffsicher mein Handy-Horoskop: „Rückmeldungen werden Ihnen guttun und neue Kraft geben“ – wie wahr 😉

10. Juni 2000
Unterwegs zur Winfield Racing School
Nachdem ich heuer beim Kartfahren einen Winfield 2-Tages Kurs gewonnen habe, mache ich mich nun auf den Weg nach Frankreich um diesen einzulösen. Bin schon gespannt, wie das für mich sein wird und was es Neues zu lernen gibt.

09. Juni 2000
Video vom Salzburgring
Ein äusserst sehenswertes Video des Sonntag-Rennens am Salzburgring hat mir Ernst M. Kofler  (www.koflair.at) zur Verfügung gestellt! Es zeigt die leichte Kollision beim Start zwischen Payr, Baumann und mir, sowie einen Teil der Fahrerlagerkurven. Das Video dauert ca. 2 Minuten und hat fast 3 MB. Die Wartezeit fürs downloaden (hängt von Ihrer Anbindung ans Internet ab) zahlt sich aber aus!
Hinweis: Zum Abspielen des 2:06 langen Videos, das trotz dieser Länge nur 2,9 MB groß ist, bedarf es des Microsoft Windows Media Players  Version 6 oder höher. Aktuell ist die Version 6.4, sogar die Version 7 Beta steht bereits zur Verfügung. Free-Download auf:
http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/en/Download/default.asp

05. Juni 2000
Gesamtführung in der Division 2
Ein schöner Gesamterfolg vom Salzburgring. Nun Führender in der Gesamtwertung der Division 2 zu sein ist ein schönes Gefühl. Das nächste Rennen in Sports Car Challenge 2000 findet am 25./26. Juni 2000 in Dijon/Frankreich statt. Dijon soll ein guter Fahrer-Kurs sein mit einer langen Geraden bergauf, also für alle was dabei (fahrerische und motorische Leistung). Allerdings suche ich dafür noch dringend Sponsoren!

04. Juni 2000
Qualifying und 4. Rennen der SCC 2000
Heute ist ein neuer Tag, neue Chancen, wenn auch eher schlechtere, kommt doch heute noch ein stärkerer Alfa mit ins Spiel. Ich bin trotzdem hoch motiviert und gut gelaunt.

Qualifying: Wir haben nun ein bissl die Flügel reduziert. Baumann hat überhaupt einen neuen, kleineren von Pedrazza bekommen. Das Heck ist nun wesentlich empfindlicher, was den Fahrspass aber keineswegs trübt, eher im Gegenteil, doch die schnelle Fahrerlagerkurve ist nun noch mehr Erlebnis 🙂 – trotzdem voll! Meine beste Zeit mit 1:31,42 war doch wesentlich schneller als gestern. Baumann blieb mit 1:33,19 ein wenig unter meinen Erwartungen. Wolfgang Payr hatte irgendein Problem, welches laut Pedrazza nicht mit der etwas langsameren Rundenzeit (1:32,12) zu tun haben soll. Schnellster war diesmal Kühnel (1:30,76), der allerdings mit einem argen Crash sein Wochenende beendete. Dabei hat er sich so stark in die Zunge gebissen, dass er ins Spital nähen fahren musste. Zweitschnellster ist der heute neuhinzugekommene Kurt Iseli auf seinem Alfa mit 1:31,31, was einen hoffentlich sehr spannenden Rennverlauf verspricht. Wahrscheinlich kann er sich aber im Rennen noch steigern, da er ja jetzt die ersten Runden gefahren ist.

Rennen: Der Start um 13.10 Uhr fand bei brütender Hitze statt. Nach einer leichten Kollision mit Baumann, der seinerseits wieder von Payr touchiert wurde, war ich hinter Iseli Vierter. Iseli überholte ich in der zweiten Runde. Payr setzte sich mit seinem starken Motor leicht ab, Baumann blieb in konstantem 2 bis 4 Sekunden-Abstand zu mir. Foresti kämpfte gegen die Elektronik und Deflorian fuhr leicht untermotorisiert hinterher. Tandl musste schon vor dem Start passen, war doch seine Zylinderkopfdichtung den heissen Graden des Vortages nicht gewachsen. Auch Baumann hatte seinen Motor am Vortag überhitzt, was vermutlich zu den plötzlich einsetzenden Aussetzern führte. So konnte ich ihn kampflos überholen und war Zweiter, was bis ins Ziel so blieb.

Durch dieses Resultat übernehme ich nun die Gesamtführung in der Division 2, vor Baumann und Payr.

03. Juni 2000
Qualifying und 3. Rennen der SCC 2000
Qualifying: Nun sind die Karten offengelegt. Payr Wolfgang, mit dem Pedrazza-Team (Hersteller und Serienpromoter) im Hintergrund und mit brandneuem Motor, hat sicher über 40 PS mehr als ich (im gleichen Auto) und kommt so mit 1:29,49 in die Pole Position der Division 2. Zweiter in der Division 2 ist Matthias Kühnel, auf einem Alfa mit 1:30,49 und dann komm ich mit 1:33,29 vor Ralph Baumann (1:33,59). Payr ist im zweiten Drittel die Felge des linken Hinterrades geplatzt und Foresti hatte auf der Start/Zielgeraden einen kapitalen Reifenplatzer, wobei der Reifen die Verkleidung durchschlug, dass nur so die Fetzen flogen.
Start ist um ca. 14.15 Uhr. Haarig wird auf alle Fälle die erste Schikane nach der Start/Zielgeraden, die sehr langsam und besonders eng ist.
In der Division 1 hat Marcel Steiner die Pole Position (1:22,12) vor Emanuel Pedrazza (1:22,81) und Tandl Andreas (1:24,91).
Witziges am Rande: Mein Handy-Horoskop des Tages rät mir wörtlich „Hüten Sie sich vor Übertreibungen“. Ich werde mich hoffentlich daran halten! 🙂

News für Gottfried Cepin Fans: Platz 4 im Qualifying (österr. Formel 3, Gruppe B) und einen spektakulären Dreher vor unserer Tribüne = ein Satz neuer Reifen.

Das Rennen: Beim Start bleibt ein Auto stehen, zwei weitere Krachen hinten hinein, Teile fliegen, Gottseidank alles auf der anderen Spur der Startaufstellung. Rennabbruch. Neustart. Baumann startet unheimlich gut, geht an mir vorbei, aber die erste Schickane wird sehr eng. Baumann nimmt die Abkürzung durchs Kiesbett bleibt aber ca 2 Sekunden vor mir. Im Fahrerlager-Streckenteil schliesse ich auf. Das wiederholt sich die nächsten 15 Minuten, ich verliere immer wieder beim Ausgang der Schickane zuviel Zeit. Also volle Konzentration auf die Schickane, da muss ich schneller rauskommen. Der Abstand zu Baumann schmilzt, leider muss er dann wegen zu heissen Motortemperaturen vom Gas, ich ziehe vorbei. Auch der Alfa-Pilot Kühnel kurvt nur zwei Sekunden vor mir, ständig seine viel zu hohe  Motortemperatur beobachtend, kann sich aber noch ins Ziel retten. Vorne weg und ohne Probleme Payr Wolfgang, der hat sein Fahrzeug allerdings nicht in den Parc ferme gestellt, normalerweise bedeutet das die Qualifikation, bin schon gespannt, wie die Rennleitung reagieren wird. So könnte mein 3. Platz noch zu einem 2. werden.

Daraus wurde jedoch nichts, da die Rennleitung, die zuerst von einer Disqualifkation sprach, wohl ihre Meinung geändert hattte. Auch egal, ich will eh nicht am Tisch gewinnen, sondern auf der Rennstrecke.

02. Juni 2000
Freies Training
1. freies Training: Verzögerungen im Zeitplan durch zahlreiche Ausritte im 1. Training. Zweites Training erst am Nachmittag (12.50 Uhr). Erster Eindruck des Salzburg-Ringes ist sehr gut: Schnell und flüssig (abgesehen von der eingebauten Schikane). Hier ist mein 4. Gang schon länger übersetzt, als die 5. in Varano. Wetter ist super! Vergleiche mit Konkurrenten gibts noch keine, da im ersten Training nur 5 Runden gefahren werden konnten.

2. freies Training: Endlich angasen ohne Unterbrechungen, die schnelle rechts geht schon voll, noch starkes Untersteuern in den langsameren Kurven. Grundsätzlich ist alles gut, aber Foresti im stärkeren Alfa hat auf den langen Geraden einen kleinen Vorteil. Wirklich Kopfzerbrechen macht mir der Wolfgang Payr, weil er geschätzte 2 – 3 Sekunden schneller ist. Das ist aber rein durch den Motor so, der ist ganz neu und dürfte fast 40 PS mehr haben. 🙁

3. freies Training: Das  Untersteuern ist so ziemlich weg, war gleich um ca. 2 Sek. schneller als im zweiten Training, es wird langsam. Der Wolfgang Payr war jetzt nicht lange draussen, weil er sich im vorigen Training den ersten Gang vernichtet hat und nun kein Ersatzmaterial bekommt. Morgen wird er aber vermutlich wieder richtig fahren können. Das letzte Training fängt um ca 16.45 Uhr an. Ich habe noch gar keine Fotos gemacht, aber gut Ding braucht Weile.
Gottfried Cepin (Formel 3 und Kart Team Le Frere) sitzt grad neben mir und ist auch flott unterwegs, hat allerdings noch keine Vergleichszeiten zu seinen Konkurrenten, ist aber guten Mutes.

4. freies Training: Die Zeiten wurden noch ein bisschen schneller, ich liege recht gut, auch wenn man hier nicht sehr viel Überblick hat, weil es ja keine offizielle Zeitnehmung gibt (im freien Training). Payr Wolfgang fuhr auch wieder mit, seine Mechaniker sind anscheinend kleine Zauberer (weil 15 Minuten vor Start war das Getriebe noch sehr zerlegt), fuhr aber keine nennenswerten Zeiten mehr, vermutlich wollte er nur schonend testen. Übrigens macht hier Kart-Data die Zeitnehmung, dh. die Zeiten werden wohl auch auf deren HP www.kart-data.de veröffentlicht sein. Ralf Baumann war nun auch voll dabei und seine Zeiten sind meinen ganz ähnlich, es könnte also wieder einen spannenden Zweikampf geben – hoffentlich um die Führung! 😉 Jetzt muss ich mich aber bei der Abnahme anstellen, was ziemlich lange dauern wird, weil sich grad das ganze Fahrerlager anstellt!

So long, das wars für heute, morgen gibts wieder „live“-Berichte vom Salzburgring und auch schon die ersten Fotos von heute!

01. Juni 2000
Zeitplan Salzburg-Ring
Freitag:
1. freies Training: 09.40 – 10.00 Uhr
2. freies Training: 11.45 – 12.00 Uhr
3. freies Training: 14.40 – 15.00 Uhr
4. freies Training: 16.45 – 17.05 Uhr
Samstag:
offizielles Training (=Qualifying): 08.25 – 08.45 Uhr
Rennen: 14.05 – 14.35 Uhr
Sonntag:
offizielles Training (=Qualifying): 08.50 – 09.10 Uhr
Rennen: 13.15 – 13.45 Uhr

31. Mai 2000
Nächstes Rennen am Salzburg-Ring
Am 3./4. Juni findet das 3. und 4. Rennen der Sports Car Challenge am Salzburg-Ring statt. Genannt sind diesmal insgesamt 24 Fahrzeuge, 9 davon in der Division 2.

29. Mai 2000
Sieg in Mallorca
Sieg beim 24-Stunden Kart Rennen mit dem National A1 Kart Liga Team auf Mallorca! Detailierten Bericht und Fotos gibt’s auf www.kartsport.at zu lesen

21. Mai 2000
Abflug nach Mallorca, um mit dem österreichischen Nationalteam (in welches ich „einberufen“ wurde), ein ‚europäisches‘ 24 Stunden Kart Rennen zu bestreiten. Teams aus 5 Nationen (D, F, E, FIN, A) werden unsere Gegner sein. Start ist am Freitag, den 26. Mai 2000. Laufende Infos unter www.kartsport.at

11. Mai 2000
Ich sicherte mir die Domäne www.hannesgsell.com, auf der nun mein Sports Car Challenge Projekt weiterhin publiziert wird. Auf www.formel3.at sollten in Zukunft (wird ein wenig dauern) Informationen über die österr. Formel 3 abrufbar sein.

08. Mai 2000
Begeisterndes erstes Rennwochenende in Varano/Italien!

Freitag: Freies Training. Abstimmung des Autos – das starke Untersteuern musste ausgemerzt werden. Die Rennstrecke war bald „intus“.

Samstag: Zwei offizielle Trainingseinheiten zu je 15 Minuten = Qualifying. Der erste gezeitete Vergleich mit meinen Konkurrenten, brachte ein traumhaftes Ergebnis: Bestzeit in der Division 2 mit 0,8 Sekunden Vorsprung auf den Deutschen Ralph Baumann (Gesamtdritter 1999) und eine Sekunde auf den Schweizer Franko Foresti (Gesamtsieger 1998).

Im zweiten Training konnte ich noch leichte Modifikationen testen, die Startreihenfolge blieb aber gleich, was bedeutete: POLE POSITION in der Div. 2!!! Zwei Stunden vor dem Start fing es zu regnen an, was ein „Wet Race“ bedeutete, weil die Strecke in dieser kurzen Zeit nicht mehr auftrocknete. Wir starteten trotzdem, wie alle anderen (bis auf Franko Foresti) mit Slicks.

Beim Start kam ich zwar gut weg, aber durch ein unvorsichtiges „Nachkuppeln“ um die Drehzahl in die Höhe zu bringen, drehten die Reifen auf dem nassen Belag durch, so verlor ich zwei Plätze und war hinter Baumann und Foresti Dritter.

Varano ist eine relativ kleine Strecke, wo der Vordermann sehr leicht durch Kampflinie ein Überholen unmöglich machen kann, was der erfahrene Foresti perfekt beherrschte, so blieb ich ständig „in seinem Getriebe“, war aber guten Mutes ihn dennoch zu überholen. Baumann konnte sich auch nicht absetzen und war nur ca. 2 Sekunden vor uns. In der vorletzten Runde brach bei meinem PRC Opel die linke hintere Radaufhängung – ich musste an die Box – Platz 4 ging sich dennoch aus.

Sonntag: 20 Minuten Qualifying, die Strecke war noch nass. Ich fuhr als einziger mit Regenreifen raus, war bis 5 Minuten vor Ende um 4 (!) Sekunden schneller als Baumann, der Zweitschnellste. Leider trocknete der Asphalt schnell auf, die Regenreifen schmierten und die Slicks hielten besser. So kam Baumann auf Platz 1 und ich wurde 2 in der Startaufstellung der Division 2.

Der Start, diesmal im Trockenen, verlief für alle problemlos. Baumann konnte sich aber gleich in der ersten Runde 2,2 Sekunden Vorsprung verschaffen, die aber nach zwei Runden aufgeholt waren. Ab nun fuhr Baumann Kampflinie und ich ließ nichts unversucht, an ihm vorbeizukommen. Drei Runden vor Schluss konnte ich mich endlich innen „reinquetschen“, Baumann fuhr mir noch seitlich ins Auto, ich war aber schon zu weit vorne, und ging letzendlich mit 1,6 Sekunden Vorsprung durchs Ziel! SIEG in meinem zweiten Rennen! Das finde ich urr-geil! 😉
Übrigens: An diesem veranstaltungsreichen Wochenende gab es in Varano nur zwei österreichische Sieger: Philipp Peter (Mazda MX-5 Cup) und mich!

Auch in der Gesamtwertung der Div. 2 schaut es gar nicht schlecht aus:
1. Baumann (D) 9 Pkte
2. Gsell (A) 7 P.
3. Deflorian (A) 6 P.

Schnellste Runde in Div. 2: Hannes Gsell, 51,08 Sek.

26. April 2000
Bei Testrunden am Pannonia-Ring konnte ich erstmals auch sehr schnelle Kurven mit meinem Gruppe C Boliden testen. So konnten wir zB. erste Modifikationen vornehmen, um das zu starke Untersteuern in den Griff zu bekommen.

21. April 2000
Am Dienstag, den 25. April, werde ich noch einen Kurz-Test am Pannonia-Ring/Ungarn einlegen, um das Auto nun auch in schnellen Kurven kennenzulernen. Weiters wird bei dieser Gelegenheit, der ganze Wagen noch einmal unter die Lupe genommen und auf das Rennen in Italien vorbereitet.

15. April 2000
Erstes „Roll-out“ am Wachau-Ring bei Melk.  Fotos.

13. April 2000
Der Testtermin wurde überraschend zwei Tage vorverlegt.
Neuer Termin schon am Freitag, den 14. April.

04. April 2000
Die ersten Fotos vom neuen Auto!
Erster Testtag für den 16. April auf dem Wachau-Ring fixiert.

03. April 2000
Das Auto ist fertig und einsatzbereit! Ab Mitte April wird getestet. Erster Testort wird der Wachau-Ring sein!

28. März 2000
Seit heute ist „mein“ Auto (PRC Opel) neu lackiert! Farbe: Gelb! Foto folgt demnächst!

27. März 2000
Es freut mich bekannt geben zu können, von Castrol nun doch Unterstützung erhalten zu haben!

20. März 2000
Bei einem internationalen Kart Cup habe ich einen 2-Tages-Kurs in der Winfield-Racing-School, sowie ein Formel Renault Wochenende am Pannoniaring gewonnen.

13. März 2000
Die Fa. PGV Computer aus Niederösterreich konnte als Sponsor für die Saison 2000 gewonnen werden!

14. Februar 2000
Die andere Serie ist die  Sports Car Challenge 2000 und wird in Italien, Deutschland, Tschechien und Österreich ausgetragen. Das erste Rennen findet Anfang Mai statt. Die ersten Tests sollten im März oder April stattfinden.

02. Februar 2000
Durch eine neue Situation bei Motorsport Renauer, ergibt sich auch eine neue hochinteressante Möglichkeit, mit bestem Material in eine andere Serie einzusteigen. Genaueres in Kürze.

20. Jänner 2000
Durch Personalveränderungen bei der  Fa.  Castrol muss über Sponsering neu verhandelt werden.

 

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