Saftycar Marathon am Salzburgring

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Das Wochenende hatte ja ganz gut angefangen: Dritter im ersten freien Training und kaum Rückstand zur Spitze. Im Qualifying war ich Sechster, wobei ich da einen kleinen Ausrutscher hatte und dem Kiesbett einen unfreiwilligen Besuch abstattete.
XEL_2935Aber ich hatte schon vor dem Wochenende ein schlechtes Gefühl was den Start anging. Der Salzburgring hat ja gleich nach der Startgeraden eine Schikane, die im Prinzip nur ein Auto gleichzeitig durchfahren kann.
Jetzt werden die Ginetta-Rennen allesamt fliegend gestartet. Das hat zwar den Vorteil, dass man z.B. damit verhindert, dass ein Fahrzeug gar nicht wegkommt und von hinten mächtig gerammt wird, hat aber widerrum den Nachteil, dass der Pulk wesentlich dichter ist, weil die ersten beiden nebeneinander wegfahren und ohne Abstand dahinter der Dritte und Vierte, usw.

So fallen schon die natürlichen Abstände der Startaufstellung weg und alle rasen auf die Schikane zu. Leider wurde meine Vorahnung im Rennen auch gleich bestätigt. Direkt vor mir wollten sie zu dritt in die Schikane einbiegen, der Innerste (eigentlich die Innerste, weil die einzige Frau im Feld) räumte gleich mal zwei Konkurrenten weg. Ich konnte gerade noch durch den Notausgang ausweichen, war aber dann mal Letzter. Die sofort ausgerufene Saftycar-Phase dauerte dann ca. 12 Minuten.
Wir waren noch in der ersten Runde nach Freigabe zum Rennen, kamen das erste Mal in die schnelle Fahrerlagerkurve, als ein Gegner mit über 200 km/h in den Kies abbog und sich spektakulär in den Leitplanken versenkte. Die folgende Saftycarphase dauerte nochmals 7 Minuten.
Zwei Runden nach der neuerlichen Freigabe flog wieder eine Ginetta in den Kies der Fahrerlagerkurve, konnte sich aber sehenswert driftend von der Leitplanke fernhalten und das Rennen fortsetzen. Im Prinzip lag der Kies bereits um den ganzen Kurs. Nach drei weiteren Rennrunden war Ende und ich Fünfter. Aber ganz ehrlich, viel Spaß hat dieses Rennen nicht gemacht.

Mein Teamkollege Florian Renauer hatte in seinem Rennen die Pole Position geholt, das bringt zwar einen Zusatzpunkt, aber die Position im Rennen ist definitiv schlechter als vom Zweitplatzierten, weil außen. Und da beim fliegenden Start die Reihen nebeneinander stehen, war der Zweite eigentlich bevorzugt.
Flo konnte sich aber durchsetzen und war auch fast das ganze Rennen vorne. In der 18. Rennminute wurde er aber überholt … was vor allem mit unterschiedlichen Getrieben begründet ist.

1. Lasagni-Bonacini 150 Punkte, 2. Stefanelli 83, 3. Renauer-Gsell 82, 4. Merendino-Pellitteri 52, 5. Magnoni 50, 6. Pellegrini 40, 7. Gentili 38, 8. Vasquez 32, 9. Frazza-Lorenzini 30, 10. Foglio 12, 11. Nannini-Giudici 8, 12. Cristoni-Fumagalli 6, 12. Perlini 6, 14. Colombo-Pindari 4, 15. Coppelli 3

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