Sieg im Formel Renault!

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Was für ein Comeback! Nach 18 Jahren das erste Mal wieder im Formel Rennwagen und dann gleich ein Sieg!

Mit Sepp Renauer verbindet mich ja schon meine ganze „große“ Motorsportzeit und es freut mich auch, dass er so große Stücke auf mich hält. So hat er mich „überredet“, dass ich mein Augenmerk einer, im nächsten Jahr neuen, Formel-Renault-Serie im Zuge des HistoCups widme.

Gesagt getan. Es wurde mangels eigenem Fahrzeuges ein Formel Renault 2000, BJ 2004 gemietet, der am Freitag leider verspätet eingelangt ist. So gab es nur ein kurzes Training, bevor es am Samstag ins Qualifying ging. Die lästigen technischen Probleme beim Zurückschalten konnten vom Renauer-Team weitgehend behoben werden, bzw. konnte ich mich auf das Problem mit der Zeit besser einstellen.

Im Trockenen war aber mit dem schwächsten aller Renaults kein Preis zu gewinnen. Platz 11 im Quali und Platz 10 (Platz 7 in der Klasse) im Rennen, war jetzt nicht so das Gelbe vom Ei. Auch wenn es trotzdem langsam wieder anfing Spaß zu machen.

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Vom Sonntag wusste ich ja schon lange, dass er ziemlich feucht werden sollte. So konnte ich mir vorab schon gebrauchte, aber gute Regenreifen von Roman Hoffmann (-Racing) besorgen, der ja nur unweit von St. Pölten stationiert ist.
Die waren dann auch hoch notwendig. Nur war ich mir gar nicht sicher, wie mir der Regen liegen wird – auch im Vergleich zur Konkurrenz. Nach einer fast schlaflosen Nacht mit vielen Gedanken zur Regenlinie war ich aber sehr motiviert und mit viel Freude am Fahren dabei.

Nachdem der Renault von kundiger Renauer-Motorsport-Hand perfekt auf Regen-Setup umgerüstet wurde, dann die extrem positive Überraschung im Qualifying: POLE POSITION!
Mit nur 0,2 Sek. vor dem schnellsten Formel 3 im Feld und 0,4 Sek. vor dem nächstschnellsten Formel Renault 2000! Das versprach ein knappes Rennen zu werden!

Dieses wurde dann um 14 Uhr gestartet. Der Regen war noch ein wenig stärker geworden und wir machten zwei Aufwärmrunden hinter dem Safty-Car. Was mir nicht bewusst war, dass es dann keine Grid-Zusammenführung gibt und gleich unter Gelb gestartet wird. Aber ich wusste auch, wenn ich Grün sehe muss ich Gas geben, was ich tat 😉
Das ergab eine entspanntere erste Kurve und in Folge konnte ich mich gleich etwas absetzen. Die Gischt hinter meinem Fahrzeug war sicher auch nicht angenehm, aber dass ich dann gleich 3 bis 4 Sekunden (!) auf jeden im Feld pro Runde absetzen konnte, war schon sehr geil. Gut, zum Zuschauen vielleicht a bissl fad, aber ein Sieg ist auch erst dann ein Sieg, wenn man es heimbringt. Also keine Fehler machen und trotzdem nicht zu langsam werden. Letztendlich ist mir das souverän gelungen. Meine langsamste Runde war dann noch immer schneller als die Schnellste des Zweitschnellsten – also YEAAHHHH – mein erster Sieg im Formelwagen (und ich glaub auch mein erster Gesamtsieg über alle Klassen betrachtet – obwohl ich nicht in der stärksten Klasse am Start stand)!

Fotos: Agentur Autosport.at

2 Comments
  1. Hermann 24. Oktober 2020 at 13:57

    Super Geschichte 🍾

    1
  2. Freddie 13. Oktober 2020 at 8:27

    Sehr geil!
    gratuliere!

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